Freitag, 14. Februar 2014

Blogtour - Sei mein Stern - Amanda Frost




So Ihr Lieben,

heute ist die Blogtour bei mir angekommen und von mir bekommt ihr eine Leseprobe zum 3. Teil. GANZ exklusiv erfahrt ihr hier wie es in dieser tollen Reihe weitergeht.

Meine Rezi und zu Teil 1 findet ihr HIER und zu Teil 2HIER

 
Anfang Mai wird der dritte und letzte Teil der Siria-Reihe erscheinen. Bis dahin bleibt die Frage offen: Kann der vom Aussterben bedrohte Planet tatsächlich gerettet werden?

Wie schon in Teil 2 angedeutet, wird nun der Tierarzt Mark auf die Erde gebeamt, der dringend eine Mutter für seine beiden Mädchen benötigt. Und hätte er für Frauen nur ein halb so geschicktes Händchen wie für Tiere, würde sein Einsatz sicherlich erfolgreicher verlaufen. Denn kaum hat er die quirlige Elena kennengelernt, verliert sie bei einem Unfall ihr Gedächtnis. Eine Fügung des Schicksals? Vielleicht! Elena kauft ihm nämlich bedenkenlos ab, dass Außerirdische auf der Erde das Normalste der Welt sind. Orientierungslos, wie sie ist, verfrachtet Mark sie schließlich auf seinen Heimatplaneten Siria. Mitnichten darauf gefasst, dass der rothaarige Wirbelwind binnen kürzester Zeit nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner beiden Töchter auf den Kopf stellt. Was aber, wenn Elena eines Tages ihr Gedächtnis wiedererlangt …?

In diesem Teil werden die Leser einen etwas tieferen Einblick in Sirias Tierwelt bekommen. Ich wünsche schon mal ganz viel Spaß mit all den drolligen Vierbeinern.

Hier ein kleine Leseprobe:

Ich möchte aber darauf hinweisen, dass das Buch noch nicht lektoriert wurde. Das heißt, es können sich noch kleine Änderungen ergeben. Auch bitte ich darum, über etwaige Rechtschreib- oder Grammatikfehler erst einmal hinwegzusehen.

Prolog - Planet Siria

„Papa, bitte lass uns nicht so lange allein“, bettelte Carina, während dicke Tränen über ihr makelloses, blasses Gesicht kullerten und im Licht der untergehenden roten Sonnen glitzerten wie Edelsteine.
Mark schritt auf das zitternde Wesen in dem zartrosa Overall zu, sackte vor ihm in die Hocke und schloss es zärtlich in die Arme. Pure Verzweiflung stand dem Mädchen ins Gesicht geschrieben, als es sich fest an ihn schmiegte.
„Nein, mein kleiner Wicht. Hab keine Angst. Ich bin bald zurück. Und ich werde euch die beste Mami besorgen, die das Universum zu bieten hat.“
„Versprochen?“, mischte sich da das zweite dunkelhaarige Mädchen ein. Tessa war etwa einen Kopf größer als Carina und beäugte etwas abseits stehend die rührende Abschiedsszene. Im Gegensatz zu ihrer Schwester war Tessa jedoch nicht in Tränen aufgelöst, denn für eine aufmüpfige Zwölfjährige schien die Vorstellung nicht ganz so tragisch zu sein, eine Zeit lang auf den Vater verzichten zu müssen. Die Hände in den Overalltaschen vergraben, wippte sie nervös auf den Fersen hin und her.
Mark lächelte. „Natürlich. Ihr glaubt doch nicht, dass ich mich mit der zweiten Wahl zufriedengeben werde.“
„Wird sie so sein, wie unsere erste Mami?“, fühlte das Mädchen in seinen Armen ihm prompt auf den Zahn.
Puh! Was für eine Fangfrage.
Er schüttelte leicht den Kopf. „Nein, mein Schatz. Keine Frau wird eurer Mutter je das Wasser reichen können. Und das ist auch gut so. Denn sie darf niemals in Vergessenheit geraten.“
Carina legte nachdenklich die Stirn in Falten. „Und was ist, wenn die Neue uns nicht leiden kann?“, stocherte sie weiter.
„Dann schicken wir sie postwendend zurück. Aber wer sollte euch nicht mögen?“ Mit sanfter Gewalt schob er seine Tochter von sich und sprang auf. „Es tut mir leid, ihr Süßen, ich muss los. Sonst verpasse ich noch den richtigen Zeitpunkt.“
Er wandte sich der hochgewachsenen Frau mit den grauen Schläfen zu, die ein Stück entfernt vor dem kugelförmigen silbernen Haus ausharrte. In diesem Moment verschwanden die beiden roten Sonnen gänzlich hinter einer Gebirgskette der Violet Mountains und tauchten die Umgebung in gedämpftes orangefarbenes Licht. Der beruhigende Eukalyptusgeruch, der tagsüber die Atmosphäre tränkte, schwächte augenblicklich ab. Was Mark den Abschied umso beschwerlicher machte.
Er schluckte vernehmlich und rang um Worte. „Carla, du weißt ja, wie du mit mir in Verbindung treten kannst, falls etwas mit den Mädchen sein sollte. Aber ich bin mir sicher, bei dir sind meine beiden Wichte in guten Händen. Ich danke dir.“
Auch in den Augen seiner Schwiegermutter standen Tränen. Herrje! Er kannte sie nur zu gut. Wenn er nicht auf der Stelle das Weite suchte, würde sie ebenfalls Rotz und Wasser heulen. Nein, eine kollektive Tränenorgie war das Letzte, was er jetzt gebrauchen konnte. Seine Nerven waren schon strapaziert genug.
Er hauchte seinen Töchtern noch einen sanften Kuss auf die Wange, bevor er sich umdrehte und mit großen Schritten auf den einige Meter entfernt wartenden Gleiter zujagte.
Ein plötzlicher Tumult hinter seinem Rücken ließ ihn jedoch innehalten und noch einmal herumfahren. Mit der Wucht einer Lawine schoss eine rotbraune Fellkugel auf ihn zu. Geistesgegenwärtig packte er den kleinen dreibeinigen Mondbären – doch zu spät. Mark verlor das Gleichgewicht und kippte mit einem unterdrückten Aufschrei hintenüber.
Rücklings landete er auf dem weichen roten Rasen, wobei das Tier auf ihm zum Sitzen kam und nichts unversucht ließ, ihn über und über abzuschlecken. Irgendwie schien der gute Remy – so hieß das aufgebrachte Wesen – zu ahnen, dass hier etwas Großes im Gange war, denn er heulte herzerweichend.
Unter Aufbietung all seiner Kräfte schob Mark das verkuschelte Geschöpf letztendlich von sich und rappelte sich auf. Verärgert wischte er sich die roten Grashalme von dem blütenweißen Overall, der die Regierungsratsmitglieder auszeichnete. Remy hüpfte derweil auf seinen drei Beinen bedrohlich schwankend um Marks Füße herum.
Hilfe suchend blickte Mark in Richtung des Hauses, was ihm ein unterdrücktes Lächeln entlockte. Anscheinend hatte der tollpatschige Bär in seiner Aufregung obendrein Carina umgekegelt. Denn diese saß auf dem Hosenboden und schimpfte leise vor sich hin.
Beim Sturz von einem Felsen hatte der Mondbär vor ein paar Monaten eines seiner Beinchen eingebüßt und war anfänglich ziemlich hilflos gewesen. So hatte Mark das bemitleidenswerte Geschöpf vorübergehend unter seine Fittiche genommen.
Ein mächtiger Fehler!
Denn seine beiden Töchter hatten sich vehement geweigert, Remy jemals wieder der Wildnis auszusetzen. Gezwungenermaßen hatte Mark schließlich zugestimmt und Remy quasi adoptiert. Und seitdem waren der Bär und die kleine Carina unzertrennlich.
Mark beugte sich zu dem aufgeregten Tier hinunter und kraulte es sanft hinter den spitzen Öhrchen. Nach und nach ging das Fell des Mondbären in einen hellen Rotton über, ein untrüglicher Hinweis darauf, dass er zur Ruhe kam. Dennoch kam Mark nicht umhin, noch eine halbe Ewigkeit beschwichtigend auf Remy einzureden, bevor dieser mit hängendem Köpfchen in Richtung des Hauses torkelte, sodass Mark endlich den Gleiter besteigen konnte.
Er war noch nicht richtig aufgesprungen, als sich das Gefährt mit einem kaum vernehmbaren Surren in die Lüfte erhob. Mark winkte seiner Familie noch einmal zu und registrierte, wie das kleine kugelförmige Haus im Handumdrehen auf die Größe einer silbernen Flipperkugel zusammenschrumpfte. Seine beiden Töchter nur mehr kaum erkennbare rosa Punkte.
Ja, nun war der Tag der Wahrheit gekommen. Und Mark konnte nicht bestreiten, dass ihm das Herz von Minute zu Minute tiefer in die Hose rutschte. In weniger als einer Stunde würde er sich aller Voraussicht nach fünfundzwanzig Millionen Lichtjahre entfernt befinden. Auf einem fremden Planeten namens Erde, den er nur aus Filmen und vom Hörensagen kannte, um für seine beiden Töchter eine neue Mutter ausfindig zu machen.
Denn nach einem verheerenden Meteoriteneinschlag war auf Siria ein Virus freigesetzt worden, das die meisten jungen Frauen ausgelöscht hatte. Wie auch seine Ehefrau Patrizia, die
Mutter der beiden Mädchen. Und um Sirias Aussterben abzuwenden, hatte der Regierungsrat den Entschluss gefasst, auf die weibliche Bevölkerung des Planeten Erde zurückzugreifen.
Mit Grauen dachte er an den Tag zurück, an dem Patrizia ihren letzten Atemzug getan hatte. Carina war noch zu klein gewesen, um die volle Tragweite dessen zu begreifen. Tessa jedoch war nach diesem Verlust in ein abgrundtiefes Loch gestürzt. Und seitdem war sie nicht mehr dieselbe. Schritt für Schritt hatte sie sich von ihrer Familie entfremdet und eine undurchdringliche Mauer um sich herum aufgebaut. Nun blieb nur die Hoffnung, dass eine neue Mutter das Mädchen in die Realität zurückbringen konnte.
Völlig in Gedanken versunken nahm Mark nur am Rande wahr, wie der Gleiter im Tiefgeschoss des Regierungsgebäudes zum Stillstand kam. Mit einer fließenden Bewegung sprang er ab und bestieg wie ferngesteuert einen gläsernen Fahrstuhl. Nach einer Wanderung durch lange sterile Gänge betrat er letztendlich das Forschungslabor, wo die vier anderen Regierungsräte und Sirias Weltraumtechniker schon begierig auf ihn warteten.
Jede Menge gut gemeinter Ratschläge prasselten auf ihn ein, während er sich hastig von seinen Kollegen verabschiedete. Doch keiner der Hinweise fand den Weg in die Tiefen seines Gehirns. Flugs schlüpfte er in den silbernen Raumanzug und stülpte sich den Helm über den Kopf. Mit weichen Knien kletterte er in das Gerät, das einer überdimensionalen Dusche ähnelte.
Sekunden später durchdrang ein sanftes Zischen die Luft, bevor Marks Knochen sich aufzulösen schienen und er in einen schwerelosen Zustand versetzt wurde. Seine Hände wedelten wie von selbst nach oben, doch sein Magen bewegte sich in die
entgegengesetzte Richtung. Panik brach über ihn herein wie ein kräftiges Unwetter. Mit geschlossenen Augen versuchte er, die Fassung zu bewahren und die aufkommende Übelkeit zu unterdrücken. Er zuckte heftig zusammen, als er urplötzlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte.
Nun konnte er nur beten, dass er den Beamvorgang an einem Stück überlebt und auf dem richtigen Planeten gelandet war. Seine Töchter hatten in den letzten Jahren weiß Gott genug durchgemacht. Sie durften nicht auch noch den Vater verlieren.
Todesmutig öffnete er die Augen, bereit sich diesem ungewissen Unterfangen zu stellen.

Kommentare:

  1. Oh wie schön! Die Leseprobe ist richtig toll und die Inhaltsangabe klingt auch super! Ich freu mich schon :)

    LG
    Moni

    AntwortenLöschen
  2. Wie spannende diese LP....

    LG..Karin..

    AntwortenLöschen
  3. So eine tolle Leseprobe :)

    LG Petra

    AntwortenLöschen
  4. Klasse ... kann ich bitte mehr vom neuen Buch haben?

    LG Carmen

    AntwortenLöschen
  5. ja, ich finde sie auch toll, hätte ich mehr Text würde ich euch teilhaben lassen ;)

    AntwortenLöschen