Mittwoch, 1. Oktober 2014

Grimmbart- Kluftingers neuer Fall - Volker Klüpfel Michael Kobr


Verlag: Droemer Knaur
kaufen könnt ihr das Buch HIER
Autoren: Volker Klüpfel Michael Kobr

Über die Autoren:
Volker Klüpfel teilt mit Kluftinger den Heimatort Altusried. Doch den ehemaligen Journalisten hat es beruflich nach Augsburg verschlagen. Dort lebt er nach wie vor mit seiner Familie, auch wenn ihn sein Beruf nun nicht mehr in die Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen, sondern an seinen Autoren-Schreibtisch führt.

Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte Germanistik und Romanistik in Erlangen. Kobr wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Allgäu.

Zum Inhalt:
Kluftingers neuer Fall führt ihn ins Schloss in Bad Grönenbach, dort wurde die Frau des Barons ermordet und auf sehr merkwürdige Weise hergerichtet. Nämlich wie auf einem uralten Familiengemälde auf dem ein Mann mit seltsam gelben Augen zu sehen ist. Der Baron ist auch keine große Hilfe, dieser verschwindet immer wieder im schlosseigenen Märchenwald.
Auch privat geht es bei Kluftinger hoch her. Sein Sohn heiratet und zu diesem Anlass haben sich die Schwiegereltern aus Japan angekündigt. Auch sein Intimfeind Langhammer lässt es sich nicht nehmen dem Kommissar bei dieser Herausforderung zu helfen.

Meine Meinung:
Kommissar Kluftinger ist in diesem Band wieder in Hochform. Clever, sehr scharfsichtig und mit viel Feuereifer stellt er sich seinem nächsten Fall. Er muß sich mit einer neuen Chefin arrangieren und hat auch durch die Hochzeit seines Sohnes Markus privat enormen Stress. Das Aufeinandertreffen von Klufti mit den zukünftigen Schwiegereltern von Markus ist unglaubich witzig und supertoll geschrieben. Ich hab teilweise vor Lachen die Absätze zweimal lesen müssen. Es ist so bildlich beschrieben, dass man mit dem Lesen überhaupt nicht aufhören kann. Hier treffen zwei Kulturen aufeinander und der Kommissar übertrifft sich selbst damit, es allen recht machen zu wollen. Seine Englischkenntnisse sind legendär. Auch sehr sympathisch ist eine Zeile wo unser Klufti seinen beiden Autoren auf die Schippe nimmt, genial. Die Charaktere sind alle sehr facettenreich und sehr gut ausgearbeitet. Sie kommen sehr authentisch rüber und man nimmt jeder Figur ihre Rolle ab. Die Handlung um den Mordfall ist klasse gewählt, sowohl von der Location, als auch vom Fall an sich. Spannend bis zum Schluß tappt der Leser im Dunkeln, stellt selbst Vermutungen an, die aber irgendwie immer alle zerschlagen werden. Nur einer hat den kompletten Überblick: Klufti.

Cover:
Dunkle Farben, düster und geheimnisvoll gehalten. Passt sehr gut zum Inhalt.

Fazit:
Einer der besten Kluftinger Fälle bisher. Die Situationskomik ist hier unschlagbar und toppt meiner Meinung nach sogar noch Rauhnacht. Man fiebert und lacht bis zum Schluß mit. Wer beste Unterhaltung sucht sollte hier zuschlagen.

5/5 Sterne


Kommentare:

  1. Wieder mal ein neuer Kluftinger, die Reihe die ich seit einigen Jahren liebe und ehrlich gesagt durch Zufall entdeckt habe. Auch ist es so, dass ich normalerweise kein Krimileser bin, ich lese auch ungerne Romane aber Kluftinger hat irgendwie was Spezielles. Ob es dieser gewisse Humor ist, mit dem er durchs Leben zieht, ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist er anders, als die Krimiromane die man sonst so liest. Zur eigentlichen Story will ich nicht viel verraten, die macht wieder Spaß und ist das Lesen wert.

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    1. Da stimme ich dir vollkommen zu. Krimis sind eigentlich auch nicht mein Genre aber der Kluftinger ist anders. Es liegt vielleicht auch daran, dass er sich nicht "nur" auf seinen Fall konzentriert, sondern, dass der Leser auch so viel von seinem Privatleben und dem Ärgern mit dem Nachbar usw. mitgeteilt bekommt. Das passt alles so herrlich zusammen.

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