Sonntag, 22. Oktober 2017

In my dreams - Wie ich mein Herz im Schlaf verlor - Claudia Siegmann



Verlag: Ravensburger
Autorin: Claudia Siegmann

Über die Autorin:
Claudia Siegmann wurde 1973 in Kassel geboren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, arbeitete sie in der Marketingabteilung der Vereinigung der Schlösser und Herrenhäuser von Mecklenburg-Vorpommern. Heute lebt sie wieder in Kassel.

Zum Inhalt: Klappentext
Meine Probleme auf einen Blick:
1. Ich kann Geister sehen.
2. Ich träume jede Nacht, dass mein Zuhause in Flammen steht.
3. Ich habe angefangen zu schlafwandeln
4. Und ich bin deswegen in Bens Armen aufgewacht...

Mit übernatürlichen Dingen kennt Lu Runmore sich aus, schließlich spukt es in ihrem Zuhause, dem gemütlichen Hotel "Runmore Manor". Doch neuerdings träumt Lu jede Nacht von dem furchtbaren Feuer, das das alte Herrenhaus vor 111 Jahren beinahe zerstört hätte. Außerdem riechen ihre Haare ständig nach Rauch, an den Wänden tauchen merkwürdige Symbole auf und Gegenstände aus Lus Träumen erscheinen in der Realität. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Ben, der nachts durch die Hotelgänge schleicht und Lu nicht aus den Augen lässt....

Meine Meinung:
Lu fand ich super. Ein aufgewecktes Mädchen mit einer tollen besten Freundin. Die beiden gehen durch Dick und Dünn. Aber sie können sich auch mal zoffen und die dabei entstehenden Wortgefechte sind einfach nur köstlich. Ben ist schwer einzuschätzen, denn er scheint ein Geheimnis zu haben. Lu ist er auf jeden Fall nicht geheuer und unverschämt dazu ist er auch noch. Als die beiden das erste Mal aufeinander treffen, ist mir vor Lachen beinahe das Buch aus der Hand gefallen. Die Autorin versteht es glänzend, die Situationskomik einzusetzen. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und wunderbar dargestellt. Das Setting ist großartig, ich hätte am liebsten selbst im Runmore Manor eingecheckt. Lu´s Geister sind sehr speziell, jeder auf seine eigene Art und Weise und schon nach deren erstem Auftauchen fand ich alle ganz bezaubernd (auch den mürrischen Geist).  Die Spannung ist bis zum Schluß auf hohem Niveau und es kommen Wendungen vor, die ich nicht erwartet habe. Eine rundum gelungene Geschichte, die mir viel Spaß gemacht hat.

Cover:
Das Cover ist traumhaft schön, hat tolle Farben und macht sehr neugierig auf die Geschichte.

Fazit:
Ich bin von dieser magischen, geisterhaften Geschichte total begeistert. Bild- und wortgewaltig unterhält uns die Autorin hier mit viel Einfallsreichtum.

5/5 Sterne

Sieben Tage voller Wunder - Dani Atkins


Verlag: Knaur TB
Autorin: Dani Atkins
Übersetzer: Sonja Rebernik-Heidegger

Über die Autorin:
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. (Quelle: Verlag)

Zum Inhalt: Klappentext
Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt, mitten in Kanadas endlose winterliche Wildnis und das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan bei dem Flugzeugabsturz mit dem Leben davon, doch die nächsten Tage verlangen ihnen das Äußerste ab, vor allem, als mit jeder Stunde, die vergeht, die Hoffnung auf Rettung schwindet. In der verschneiten kanadischen Wildnis kämpfen sie ums Überleben. Wird ihnen gemeinsam gelingen, woran ein Einzelner scheitern muss?

Meine Meinung:
Hannah und Logan sind tolle Charaktere und sie waren mir beide auf Anhieb sympathisch. Man kann, und will sich vor allem, gar nicht vorstellen, was sie in dieser Minuten des Absturzes emotional alles durchmachen müssen. Doch auch danach wird es nicht besser. Sie müssen sich durch die kanadische Wildnis schlagen. Beim Lesen ist man ganz bei ihnen und fiebert und bangt und hofft. Die Autorin hat einen wunderbar einnehmenden Schreibstil, der die von ihr geschaffene Welt, sehr realistisch werden lässt. Hannahs innerer Kampf und ihre Gefühle sind absolut nachvollziehbar. Die Kraft, die beide zum Überleben aufbringen müssen ist bewundernswert und auch wie diese Kraft zu schwinden scheint, beschreibt die Autorin unglaublich gut. Sie schreibt mit viel Gefühl, raubt einem mit dem Ende fast den Atem und als ob das noch nicht genug wäre, setzt sie immer noch einen drauf. Die Spannung ist hoch und es kommen Wendungen vor, mit denen der Leser niemals rechnet. Ganz großartig.

Cover:
Schon alleine am Cover erkennt man, dass es sich um ein Buch von Dani Atkins handelt.

Fazit:
Dramatisch und sehr emotional, dieses Geschichte hat meiner Gefühlswelt einiges abverlangt.

5/5 Sterne

Der Schatten des Golem - Benjamin Lacombe/Eliette Abecassis


Verlag: Knesebeck
Autor: Benjamin Lacombe/Eliette Abecassis
Übersetzer: Anja Kootz

Über die Autoren:
Benjamin Lacombe wurde 1982 in Paris geboren und studierte dort Grafische Künste. Mit 19 Jahren zeichnete er seine erste Graphic Novel und wurde einer der bekanntesten modernen Illustratoren. Er illustrierte bereits über 30 Werke, darunter Lisbeth, die kleine Hexe und Im Garten der Pusteblumen.

Eliette Abécassis ist die Tochter von Armand Abécassis, einem bekannten Judaistik-Professor. Sie hat der der École Normale Supérieure, einer französischen Elite-Universität, Philospohie studiert und der Universität von Caen Philosophie unterrichtet. Sie hat zahlreiche Essays und Romane veröffentlicht, von denen auch einige verfilmt wurden. (Quelle: Verlag)

Zum Inhalt: Klappentext
In den dunklen Zeiten der Judenverfolgung des 18. Jahrhunderts erschafft der gelehrte Prager Rabbi Löw ein Wesen, das die Juden der Stadt verteidigen soll. Das Mädchen Zelmira kann aus ihrem Versteck die seltsame Zeremonie beobachten, bei der eine Kreatur erschaffen wird, die ihrem Schöpfer gehorcht - der Golem. Doch unter Zelmiras Einfluss beginnt der Golem sein Verhalten zu ändern und sein unkontrollierbar zu werden... Die fantasievoll-düsteren Illustrationen von Benjamin Lacombe erwecken die alte Erzählung auf einzigartige Weise zum Leben.

Meine Meinung:
Schwere Zeiten für die Juden des 18. Jahrhunderts und um sich und seine Landsleute zu schützen erschafft der gelehrte Prager Rabbi Löw das Wesen Golem. Die Autoren erzählen hier eine Legend in etwas modernem Licht. Zelmira ist mir von der ersten Seite an ans Herz gewachsen. Sie ist ein mutiges, aufgewecktes und sehr liebes Mädchen. Sie hat in meinen Augen egoistische und grausame Eltern und ich kann verstehen, warum sie sich nicht gerne zu Hause aufhält. Durch ihre aufgeweckte Art sieht sie viele Dinge, die anderen verborgen bleiben. Rabbi Löw war für mich anfangs sehr geheiminsvoll. Die Charaktere sind alle wunderbar und authentisch dargestellt und sie wirken alle sehr echt und lebendig. Zelmira hat früh im Leben gelernt, Dinge lieber für sich zu behalten. Ich finde sie kann mit ihren jungen Jahren, Menschen sehr gut einschätzen. Sie weiß, wem sie ihr Vertrauen schenken kann und wem nicht. Dem Golem als Symbol der Hoffnung für die Menschen und der Erschaffung künstlicher Intelligenz kann man skeptisch gegenüberstehen. Ich finde, dass dieses Symbol großartig gewählt wurde, da man eine bildliche Vorstellung davon bekommt. Dass man es, so wie mit allem, nicht übertreiben sollte, kommt hier wunderbar rüber. Die Geschichte wird natürlich durch die großartigen Zeichnungen, des genialen Benjamin Lacombe erst richtig lebendig. Durch seine Bilder haucht er den Charakteren Leben ein. Der Schreibstil ist fesselnd und düster und hat vollends gefangen genommen.

Cover:
Das Cover ist wunder wunderschön und man erkennt natürlich sofort Lacombe´s Handschrift. Ein absoluter Eyechatcher der die Hauptprotagonistin Zelmira perfekt ins Szene setzt.

Fazit:
Ein anspruchsvolles Kinderbuch sowie ein kleiner Buchschatz für Erwachsene. Ein Buch, das Benjamin Lacombe sehr am Herzen liegt und er über eine Verfilmung nachdenkt, wie er mir auf der Buchmesse erzählt hat. Ich drücke die Daumen, dass das auch klappt.

5/5 Sterne

Scherben der Dunkelheit - Gesa Schwartz


Verlag: cbt
Autorin: Gesa Schwartz

Über die Autorin:
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philogolie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen. (Quelle: Verlag)

Zum Inhalt: Klappentext
Sie sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennen lernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis eine: Nichts ist, wie es scheint....

Meine Meinung:
Ich war sofort in der Geschichte gefangen. Es geht auch gleich superspannend los. Anouk fand ich sehr sympathisch und toll dargestellt. Ich konnte Ihre Handlungen und Gedanken sehr gut nachvollziehen. Die Charaktere sind extrem gut gelungen und sehr facettenreich. Jeder einzelne von ihnen ist anders und absolut authentisch. Der Dark Circus ist magisch und wirklich düster, ich fand es dort ganz wundervoll. Das teilweise Unheimliche und die geheimnisvolle Stimmung die herrscht, haben mich total fasziniert. Auch baut die Autorin geschickt, schwierige Themen in die Handlung mit ein. Die Schicksale der Charaktere gingen mir sehr nahe und haben mich des Öfteren zum Nachdenken angeregt. Die Spannung ist bis zum Schluss gegeben und der Schreibstil ist fesselnd aber doch flüssig. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen mußte, wie es weitergeht.

Cover:
Das Cover hat wundervolle dunkle Farben und zieht den Leser magisch an das Buch in die Hand zu nehmen und in der Geschichte zu versinken.

Fazit:
Eine magische, düstere Geschichte, die mich von der ersten Seite an mitgerissen und in ihren Bann gezogen hat.

5/5 Sterne

Freitag, 20. Oktober 2017

Unsere verlorenen Herzen - Krystal Sutherland


Verlag: cbt
Autorin: Krystal Sutherland
Übersetzer: Petra Koob-Pawis

Über die Autorin:
Krystal Sutherland ist in Townsville, Australien, geboren und aufgewachsen, einem Ort, der noch nie einen Winter gesehen hat. Sie war auf der Shortlist für den Queensland Young Writer Award. Unsere Verlorenen Herzen ist ihr Debütroman. (Quelle: Verlag)

Zum Inhalt: Klappentext
Kann es mehr als eine große Liebe geben?

Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran - bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen...

Meine Meinung:
Henry ist ein typischer Teenager und er war mir gleich sympathisch. Grace hingegen fand ich etwas unnahbar und ich wurde nicht so richtig mir ihr warm. Ich finde sie bleibt auch dem Leser gegenüber sehr verschlossen. Die Autorin hat hier ein ungewöhnliche und nicht ganz alltägliche Liebesgeschichte geschaffen. Sie greift in einem sehr emotionalen Schreibstil ernste Themen auf und berührt damit den Leser. Die Spannung ist durchweg gegeben und man muß einfach wissen wie es weitergeht. Die Charaktere wirken sehr echt und sind gut dargestellt. In Grace, wie gesagt, konnte ich mich so überhaupt nicht hineinversetzen, da sie es nicht zugelassen hat. Ein sehr verschlossenes und rätselhaftes Mädchen darzustellen, das ist der Autorin hier toll gelungen. Sie stellt auch verschiedene Arten der Liebe dar, wie z.B. die zwischen Henrys Eltern oder die gescheiterte Ehe seiner älteren Schwester. Um die Geschichte aufzupeppen sind lauter lustige Popmusik- kultur-Anspielungen enthalten. Seien es berühmte Serien oder Filme oder Musik. Das fand ich eine tolle Idee und es hat auch super zur Geschichte gepasst.

Cover:
Das Cover hat helle, frische Farben, aber die Herzchen sind alle gebrochen.

Fazit:
Eine eher tragische Liebesgeschichte, die auf jeden Fall nachhallt.

4/5 Sterne

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Diana - Die Biographie - Tina Brown


Verlag: Droemer TB
Autorin: Tina Brown
Übersetzer: Barbara Heller/Sylvia Höfer/Andrea von Struve/Rudolf Hermstein/Petra Post/Reinahrd Kreissl

Über die Autorin:
Sie Star-Journalistin und Ex-Chefin von Vanity Fair und New Yorker ist Britin und hat sich als freie Kolumnistin und Gastgeberin von Talkshows in den USA und weltweit einen Namen gemacht. Bei zahlreichen Gelegenheiten traf sie mit Diana zusammen. Nach Diana´s Tod begann sie mit ihren Recherchen und führte für dieses Buch über 200 Interviews. (Quelle: Verlag)

Zum Inhalt: Klappentext
Sie wird immer noch verehrt, ja vergöttert: Lady Diana, Princess of Wales. Auch 20 Jahre nach ihrem tragischen Tod in Paris. Wirklich gerecht wird ihr jedoch nur die definitive Biographie der international renommierten Journalistin Tina Brown. Ihre großartiges Porträt gewährt uns mitreißende neue Einblicke in das große Drama eines Frauenlebens und in die prunkvolle Welt der britischen Royals. Und wie begreifen, wie Diana noch heute als Königin der Herzen eine Wirkung entfaltet, der wir uns nicht entziehen können.

Meine Meinung:
Die Journalistin Tina Brown räumt mit dem Bild der unschuldigen Prinzessin gnadenlos auf. Sie zeigt eine Diana mit all ihren Fehlern und Schwächen. Sie ist als Scheidungskind beim Vater aufgewachsen, rebellierte gegen ihre Kindermädchen und ihre Stiefmutter und sie setzt später sehr manipulativ ihren Charme gegen die Presse ein. Tina Brown begründet diese Biographie aufgrund ihrer engen Verbindung zum Königshaus, auf mit Diana selbst geführten Gespräche und diversen anderen Quellen. Es beginnt mit der Kindheit von Diana, wobei mir hier die Szene, als die Mutter das Zuhause verlässt, die Tränen in die Augen getrieben hat. Es geht über die Märchenhochzeit der Ehe mit Charles bis hin zur Zeit der Scheidung und ihren viel zu frühen Tod. Diana hatte schon immer das Talent die Herzen der Menschen um sich herum im Sturm zu erobern. Der Schreibstil ist packend, fesselnd und kurzweilig. Die Biographie ist sehr sorgfältig recherchiert. Diana war immer auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause, Sicherheit und Stabilität. Dass sie, um dies zu erreichen, die ihr gegebenen "Waffen" einsetzt, kann man ihr nicht zum Vorwurf machen. Dass sie dann ausgerechnet in die Fänge der machthungrigen Familie  Al-Fayed fiel, ist mehr als tragisch. Der Vater drängte seinen Sohn regelrecht in die Beziehung mit Diana und Diana gefiel die ihr zuteil werdende Aufmerksamkeit und der Luxus, den dieser ihr bieten konnte. Dass die Geschichte ein tragisches Ende nehmen mußte, war ja fast schon vorprogrammiert. Ich fand diese Biographie sehr interessant zu lesen. Zeigt sie doch, wie eng die Familie Spencer schon seit jeher mit dem englischen Königshaus verbunden ist und was es heißt in so einer aristokratischen Umgebung aufzuwachsen. Die Erwartungen, die hier an die Nachkommen gestellt werden, sind alles andere als einfach. Auch wenn beim Lesen Details ans Licht kommen, die Diana als manipulativ und egoistisch dastehen lassen, tut mir Diana Frances Spencer einfach nur leid. Sie hatte es niemals leicht in ihrem Leben.

Cover:
Ein wunderschönes Bild der Königin der Herzen ziert das Cover. Ein absoluter Eyechatcher.

Fazit:
Eine Frau, die es verstand, die Herzen der Menschen im Sturm zu erobern. Ich glaube, die Heldenverehrung, die ihr heute noch zuteil wird, hätte sie sehr genossen.

5/5 Sterne

Vorübergehend verschossen - Anke Maiberg


Verlag: Bastei Lübbe
Autorin: Anke Maiberg

Über die Autorin:
Anke Maiberg, geb. 1974 in der Nähe von Hamburg, hat Jura studiert und drei Töchter bekommen. Die damit einhergehende Vorbildfunktion lässt sie erfolgreich hinter sich, wenn sie am Schreibtisch durchgeknallte Frauen auf romantische Feldversuche schickt. Sie lebt mit Mann, Kindern und Katze in Berlin. (Quelle: Verlag)

Zum Inhalt: Klappentext
Nelli ringt ums richtige Braut-Outfit - ihr Bräutigam Tim ringt um Fassung. Er ist auf Junggegesellentour in Las Vegas versackt. Nun muss sein Zwillingsbruder einspringen. Felix gibt sich als Tim aus. Er heiratet Nelli und fliegt mit ihr in die Flitterwochen. Tim muss derweil in Las Vegas die versehentliche Spaß-Hochzeit mit einer alten Jugendfreundin annullieren lassen. In Nizza entdeckt Nelli so viele tolle neue Seiten an ihrem Ehemann, dass sie ihrer Hochzeitsnacht erst recht entgegenfiebert. Die versucht Felix zunächst mit allen Tricks zu verhindern. Aber dann erkennt er, dass er sich verliebt hat....

Meine Meinung:
Die Idee mit dem "doppelten Lottchen" ist zwar nicht neu, aber hier superwitzig umgesetzt. Die Charaktere sind toll gestaltet und facettenreich. Einer meiner Lieblinge ist Oma Ilse. Sie hat es faustdick hinter den Ohren. Sie ist durchtrieben und hat voll den Überblick. Ihr "armes, altes Frauchen-Image" fand ich großartig eingesetzt und ich habe sie total ins Herz geschlossen. Nelli war mir gleich sympathisch und ich konnte mich toll in sie hineinversetzen. Eine augeweckte, spritzige junge Frau. Der Schreibstil ist großartig. Die Autorin setzt die Situationskomik sehr gekonnt ein. Sie haucht den Charakteren sehr viel Leben ein, indem sie sie immer die richtigen Dinge sagen lässt. Mal gefühlvoll mal witzig, einfach immer passend. Die Geschichte wird abwechselnd immer von einem der vier Protagonisten erzählt. So bekommt man viele Sichtweisen und Eindrücke mit. Es ist witzig, es ist schräg und perfekt um mal abzuschalten und dem Alltag zu entfliehen.


Cover:
Witziges Cover das sofort ins Auge fällt.

Fazit:
Eine Hochzeit im Hangover-Stil, witzig, spritziger Lesespaß mit viele schrägen Charakteren.

5/5 Sterne